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Themenschwerpunkt



60 Jahre Kriegsende - 50 Jahre Unabhängigkeit


Österreich von 1945 bis 1960: Von den Wiederaufbaujahren bis zum Wirtschaftswunder, vom Nachkriegselend bis zur "Insel der Seligen".

Vor 60 Jahren, am 8. Mai 1945 ging der zweite Weltkrieg zu Ende. Bereits am 27. April hatte die provisorische Staatsregierung unter Karl Renner mit ihrer Unabhängigkeitserklärung die Wiederherstellung der Republik Österreich proklamiert und damit die Weichen für die Gründung der 2. Republik gestellt.
Am 15. Mai 1955 unterzeichneten die Besatzungsmächte und der österreichische Bundeskanzler Leopold Figl den nach langen Verhandlungen erzielten Staatsvertrag. Nach zehn Jahren Besatzung war Österreich wieder frei.

Das Jahr 2005 steht also für vielfältige Erinnerung. Einerseits erinnern die Gedenktage entscheidende politische Ereignisse, andererseits sind sie - zumindest für die Älteren auch mit persönlichen Erinnerungen verbunden. Für die Jungen sollten sie interessant sein, weil niemand zu sich selber finden kann, ohne sich mit seinen Wurzeln, seiner Herkunft und seiner Geschichte auseinanderzusetzen.
Gedenktage sind Anläße für Sonntagsreden. Sie provozieren aber auch die Auseinandersetzung mit schmerzlichen Erinnerungen und verdrängter Vergangenheit. Jedenfalls berührt das Gedenkjahr 2005 die Fragen nach dem österreichischen Selbstverständnis. Literatur kann helfen, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen.

Wir haben in der Bibliothek einen Schwerpunkt zusammengestellt, der helfen soll, die vielfältigen Erinnerungen zu vertiefen und in den richtigen Zusammenhang zu stellen.
Wir haben eine Reihe von Geschichtsbüchern herausgestellt, weil man ohne Beschäftigung mit der Urkatastrophe des vorigen Jahrhunderts, dem Ersten Weltkrieg, und mit der tragisch verlaufenen Zwischenkriegszeit die extreme Katastrophe der Nazizeit und des Zweiten Weltkriegs nicht verstehen kann.

Es gibt Filme über den zweiten Weltkrieg und persönliche Zeugnisse aus dieser Zeit sowohl in Buchform, als auch als Hörbücher.
Und selbstverständlich kann auch die Lektüre zahlreicher Romane diese Zeit und die unmittelbare Nachkriegszeit besser verstehbar machen.

Buchempfehlungen:

 

Auf der Flucht sein : der Verlust der heilen Welt
von Maria Hauser

Ein Buch gegen den Krieg, das von der Flucht einer volksdeutschen Frau und ihren drei Kindern aus Kroatien im Oktober 1944 erzählt.
  Auf ins Schlaraffenland : Kindertransporte in die Schweiz 1945
von Eva Bruckböck

Der Krieg ist vorbei. Rund fünfzig Prozent aller österreichischn Kinder sind unterernährt. Viele leiden seelisch an den Folgen der Kriegsereignisse. Das Schweizerische Rote Kreuz vermittelt tausenden Kindern einen dreimotigen Erholungsaufenthalt bei Schweizer Pflegeeltern.
Die Autorin erzählt aus der Sicht eines achtjährigen Mädchens ihre Erlebnisse auf dem Transport und während ihres Aufenthaltes in einem kleinen Berner Dorf.
  Das 20. Jahrhundert : Geschichte Österreichs von Roman Sandgruber

Roman Sandgruber: geboren 1947 in Rohrbach in Oberösterreich, Univ.-Prof. für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Linz, über hundert Veröffentlichungen zum engeren Fachbereich der Wirtschafts- und Sozialgeschichte mit Schwerpunkten aus Agrar- und Industrialisierungsgeschichte, Alltags- und Kulturgeschichte, Energie- und Umweltgeschichte und historische Statistik.
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Der Bockerer : "Österreich ist frei"

Teil 1: Der Bockerer
Karl Merkatz spielt ihn, diesen Bockerer, der widerborstig seinen eigenen "unverbesserlichen" und "eigensinnigen" Weg durch die NS-Jahre Österreichs geht und sich auch nicht davon irritieren läßt, daß sein Weib als Hitler-Fan und sein Sohn als SA-Mann das Heim-ins-Reich-Holen der "Ostmark" feiern. Der Bockerer ist nicht gerade ein engagierter Widerstandskämpfer, aber es gelingt ihm, sich einen Freibrief (man könnte auch sagen: Jagdschein) zu verschaffen und sich relativ unbehelligt durch die mißlichen Umstände zu lavieren. Daß er die Hand partout nicht zum Hitler-Gruß erheben kann, bestätigt ihm ein ärztliches Attest, daß er beim Auf- und Einrollen der Hakenkreuzfahne Probleme hat, ist sicher nur seiner irreparablen Trotteligkeit zuzuschreiben und daß das Hitlerbild keinen Platz in der Auslage seiner Metzgerei bekommt, liegt daran, daß da schon ein Schweinskopf Werbung macht. Der Antel-Version dieses Stoffes geht nicht der drastische Witz der herrlich wienerischen Schmäh-Dialoge ab, und auch die Situationen treffen gnadenlos ins Schwarze, wenn sich etwa Vater und Sohn plötzlich mit der Waffe in der Hand als Feinde gegenüber stehen oder die feinen Wiener Kreise den Proleten Hitler zu schätzen wissen, da er mit dem "Gesindel" in den Arbeitslagern aufräumt.
Teil 2: Österreich ist frei
Im besetzten Wien der Nachkriegsjahre ist es abermals Karl Merkatz, alias Karl Bockerer, der auf charmant-trotzige Weise den herrschenden Mächten Paroli bietet. Diesmal richtet sich seine Verbissenheit gegen die russischen Besatzer, deren unmenschliche Härte das Glück zweier sich Liebender gefährdet. Elena und Gustl, gespielt von Sascha Wussow und Caroline Vasicek, führt zwar das Schicksal zusammen, doch erst Karl Bockerer führt beide mit Geschick und List aus der Gefahrenzone. Denn der russischen Dolmetscherin droht die Sippenhaftung und die Deportation nach Russland. Einzig und allein eine Heirat mit einem Österreicher und die Flucht in die amerikanische Besatzungszone können sie noch retten. In diesem film wird die triste Lage Österreichs nach dem Krieg aufgezeigt, in der sich die Befreiten noch lange nicht frei fühlen konnten. Durch Bockerers selbstlosen Einsatz kommt das Liebesabenteuer aber doch noch zu einem glücklichen Happy-End, und die Freunde können sich wieder beruhigt dem Tarockieren widmen. Dem Zuseher bleibt am Ende noch der Ausblick auf das freie Österreich und natürlich die Kapitulation vor dem sprichwörtlich befreiendem Humor Karl Bockerer.
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren; Darsteller: Karl Merkatz, Ida Krottendorf; Regie: Franz Antel
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Der Untergang

"Der Untergang" schildert auf spannende und fesselnde Weise die Schlussphase des 2. Weltkrieges - von der tödlichen Schlacht um Berlin, dem Wahnsinn Hitlers, der bedingungslosen Unterwürfigkeit seiner Gefolgschaft, den letzten beklemmenden Stunden im Führerbunker, sowie dem heldenhaften Überlebenskampf der Berliner Zivilbevölkerung.
Nie wurde dieses Thema authentischer umgesetzt wie in diesem Film.
Ein bis in die Nebenrollen hochkarätig besetztes Ensemble (Bruno Ganz als Adolf Hitler, Alexandra Maria Lara als Traudl Junge, Heino Ferch als Albert Speer, Corinna Harfouch als Magda Goebbels) verfilmte unter der Regie von Oliver Hirschbiegel diesen sehenwerten Film.
Der Film basiert auf dem 2002 erschienenen Buch "Der Untergang. Hitler und das Ende des Dritten Reiches" des Historikers Dr. Joachim Fest.
Freigegeben ab 12 Jahren
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Die Geschichte Europas
von Dietrich Schwanitz

In leicht lesbarer, geradezu unterhaltender Art und Weise erzählt Professor Dietrich Schwanitz die Geschichte Europas von den Anfängen in der Antike über das Mittelalter und die Renaissance bis in die jüngste Gegenwart.
  Die Zerstörung der Bilder : unsentimentale Reisen durch Mähren und Böhmen
von Ilse Tielsch

In Mähren, in Böhmen geboren zu sein, dort prägende Jahre verbracht zu haben, das ist nicht nur ein Teil eines Lebenslaufes, es ist eine Liebesgeschichte. Das Land ihrer Kinder- und Jugendjahre durchfahrend, registriert Ilse Tielsch die zum Teil schockierenden Veränderungen, mit der die alten Bilder nicht mehr zur Deckung zu bringen sind. Mehr als vierzig Jahre Gewaltherrschaft haben ihre Spuren hinterlassen, große Teile des einst fruchtbaren, blühenden Landes sind zur Wüste verkommen, Dörfer verschwunden, Städte verfallen...
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Findelkind : Aufzeichnungen
von Waltraud Bogner

Ich wurde 1916 in Wien geboren. Wir waren 3 Kinder, jedes von uns hatte einen anderen Vater. Auf mich schien meine Mutter keinen besonderen Wert zu legen. Sie gab mich dem Mann, der nach ihren Angaben mein Vater sein sollte und der sie schon länger heimlich mit Lebensmitteln von der kleinen Landwirtschaft seiner Frau versorgte, einfach mit. Er solle mit mir machen, was er wolle. Mich in einen Rucksack gepackt, fuhr er mit mir aufs Land. Der Zug pfiff laut, und ich weinte, weil Mutter mich dem fremden Mann mitgegeben hatte. Sie war nicht einmal zum Bahnhof mitgegangen. Auch meine Geschwister weinten und verstanden das grausame Handeln der Mutter nicht. Wie oft in meinen Leben dachte ich, das diese Frau das Wort Mutter nicht verdiente. Ich haßte sie von diesem Tag an, bis ich sie mit zwanzig Jahren, wenn auch nur für eine Stunde, wieder sah...
  Hauptsache Frauen : Politikerinnen in der Zweiten Republik
von Maria Rösslhumer

Der Zeitraum von 1945 bis heute war und ist ein frauenpolitischer Kampf nach Gleichberechtigung der Geschlechter, der bis heute noch nicht ausgestanden ist, aber doch zu nachhaltigen Teilerfolgen geführt hat. "Hauptsache Frauen" lautet der ironisch gemeinte Titel dieses Buches, das sich sowohl den Frauen in der Politik als auch der Frauenpolitik in der Zweiten Republik widmet. Der historische Streifzug beinhaltet frauenpolitische Highlights ebenso wie Hindernisse und Rückschläge. Erstmals werden in einem Buch die Frauenbilder in den politischen Parteien, wie auch jenes der autonomen Frauenbewegung dargestellt. Die Autorinnen zeigen den Stellenwert der österreichischen Frauenpolitik, die Bandbreite der politischen Auseinandersetzung sowie die Vielseitigkeit der Politikerinnen.
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Herbstmilch
von Anna Wimschneider

"Herbstmilch" ist die Lebensgeschichte der Bäuerin Anna Wimschneider - ein Dokument unseres Jahrhunderts, das vom Schicksal der kleinen Leute handelt, von Menschen, die im Schweiße ihres Angesichts ihr Brot verdienen und ihr Leben bewältigen, aufrecht und unerschütterlich. Josef Vilsmeier hat mit der Verfilmung des Buchs der Autorin ein weiteres Denkmal gesetzt. Als Buch und Video erhältlich.
  Jahresvideo 1955 : Austria Wochenschau

Höhepunkte des Jahres 1955, verewigt von der Austria Wochenschau: Österreichs Weg zum Staatsvertrag, die letzte Kommandoübergabe der Besatzungsmächte, die Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper, sowie viele weitere historische Aufnahmen aus Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft.
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Landärzte : Als Krankenbesuche noch Abenteuer waren
von Roland Girtler

Roland Girtler, bekannt durch seine Bücher über "Randkulturen" und die verlorene bäuerliche Lebenswelt, berichtet hier über die Kultur früherer Landärzte. Er tut dies am Beispiel seiner Eltern, die nach dem Krieg im oberösterreichischen Gebirge eine Praxis eröffneten. Der Vater als Landarzt, der noch mit Rössern umzugehen wußte, und die Mutter als Landärztin, die mutig auch mit der Bergrettung unterwegs war, erlebten eine Zeit des großen kulturellen Umbruches. Ihre Krankenbesuche, oft spät in der Nacht, konnten zu richtigen Abenteuern werden. Anfangs noch zu Fuß oder im Pferdeschlitten, später dann mit dem Motorrad und dem erste Steyr-Auto zu den Patienten in oft weit abgelegene Gehöfte unterwegs, waren sie nicht nur mit der Kunst alter Heilmittel vertraut, sondern betätigten sich auch oft als Geburtshelfer, Chirurgen und Seelentröster und genossen bei der Bevölkerung höchste Anerkennung und Respekt. Beispielhaft für eine ganze Generation von Landärzten ensteht so das Bild einer Ärzteschaft, die, in der Tradition der früheren Bader, als wahrhafter Nachfolger Paracelsus gelten kann.
  Sieglinde Klinger : Österreicher erleben Geschichte - Freud und Leid um 1955 Österreichs "einfaches Volk" als Zeitzeuge

Österreich feiert 50 Jahre Staatsvertrag! Politiker werden 2005 viele Festreden dazu halten. Aber die Geschichten, die das so genannte einfache Volk zu erzählen hat, sind meist spannender - und authentischer! Dies beweist eindrucksvoll dieses Buch. "Menschen wie du und ich" schildern darin ihre erschütternden Schicksale und wie ihr Alltag in den 40er- und 50er-Jahren ausgesehen hat.
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Österreichs Kanzler : von Leopold Figl bis Wolfgang Schüssel
von Peter Pelinka

Neun Kanzler hatte Österreich in der Zweiten Republik und diese neun Politiker sind Gegenstand von Pelinkas Buch: Leopold Figl authentische und identitätsstiftende Idealfigur des österreichischen Wiederaufbaus. Julius Raab patriarchalischer Baumeister der Sozialpartnerschaft und Architekt des Staatsvertrags. Alfons Gorbach letzter Kanzler aus der KZ-Generation. Josef Klaus erster Erbe dersiech gewordenen Koalition. Der konservative Reformkanzler Bruno Kreisky, Schöpfer des "österreichischen Wegs". Der sozialdemokratische und liberale Reformkanzler Fred Sinowatz unglücklicher Erbe der einzigen Regentschaft der Zweiten Republik, die das Prädikat "Ära" verdient hat. Franz Vranitzky, der Pragmatiker, der seine Partei mit Wunden modernisierte und das Land in die EU führte. Viktor Klima, ein Technokrat, der an den nicht mehr technokratisch heilbaren Widersprüchen der Koalition scheiterte.
Wolfgang Schüssel, der zähe Taktiker, der sich ein fast unerreichbares Ziel gesetzt hat: den radikalsten Oppositionsführer der Zweiten Republik durch Regierungsverantwortung zu "bändigen".
  Österreichs Präsidenten : von Karl Renner bis Thomas Klestil
von Christian Dickinger

"Das ist unser Mann!", soll Stalin 1945 ausgerufen haben, als er erfuhr, dass der "alte Renner" noch lebt. Die Sowjets glaubten, mit dem "Opportunisten" leichtes Spiel zu haben: Karl Renner führte Österreich als erster Präsident der Zweiten Republik dann trotzdem mit Umsicht durch eine unsichere Zeit. Auf ihn folgte der General der k.u.k.-Armee Theodor Körner, ein "demokratischer Bolschewik", der den Habsburgern keine Träne nachgeweint hatte. Nach dem Staats- und Parteimann Adolf Schärf bekleidete mit Franz Jonas erstmals ein ehemaliger Arbeiter das höchste Amt im Staate - ungeachtet all der berüchtigten Jonas-Witze. Sein Nachfolger wurde der parteilose und äußerst beliebte Rudolf Kirchschläger. Mit Kurt Waldheim stand gleichzeitig die These von Österreich als "erstem Opfer Nazi-Deutschlands" am Pranger. Nach Waldheims Isolierung wollte Thomas Klestil ein "aktiver" Präsident sein: In seine Amtszeit fielen der EU-Beitritt und die Regierungsbeteiligung der FPÖ mit allen damit verbundenen Turbulenzen. Renner, Körner, Schärf, Jonas, Kirchschläger, Waldheim, Klestil: In den sieben Präsidenten wird die Geschichte der Zweiten Republik lebendig.
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Ötzi, Sisi und Co. : österreichische Geschichte zum Mitreden
von Traude Kogoj, Konrad Mitschka

Österreich ist ein kleines Land mit großer Vergangenheit. Die Autoren Traude Kogoj und Konrad Mitschka schildern kurzweilig die österreichische Geschichte von "Ostarrichi", dem Reich im Osten, über die Regentschaft Maria Theresias bis hin zum EU-Beitritt.
Dabei werden auch die dunkleren Seiten der österreichischen Geschichte nicht ausgespart, etwa die allzu bereitwillige Übernahme der Opferrolle nach dem 2. Weltkrieg.
  Rama dama - Das Ende wurde zum Anfang

München kurz nach Ende des 2. Weltkrieges. Die junge Kati schlägt sich als Trümmerfrau mit ihrer Tochter durchs Leben. Ihr Mann Felix ist immer noch verschollen und die Hoffnung auf ein Wiedersehen schwindet von mal zu mal mehr, wenn Kati auf dem Bahnhof die Ankunft der Kriegsheimkehrer erwartet. Da trifft sie Hans, der sich leibevoll um sie und ihre Tochter kümmert. Hans nimmt immer mehr die Vaterrolle ein, doch dann kehrt Felix aus dem Krieg zurück...
"Rama dama" - "Räumen tun wir" - so lautete der Zuruf des damaligen Oberbürgermeisters von München, Thomas Wimmer, der die Menschen motivieren sollte, den Schutt zu beseitigen und ihre zerstörte Heimatstadt wieder aufzubauen.
Dieser Film malt ein sensibeles Bild der Zeit und wurde dafür mit zwei bayrischen Filmpreisen belohnt.
  Simon Wiesenthal : eine Biographie
von Hella Pick

Simon Wiesenthal hat sein Leben der Aufklärung der nationalsozialistischen Verbrechen an den Juden gewidmet. Die dem deutschen Publikum vor allem aus dem "Internationalen Frühschoppen" und dem "Presseclub" bekannte Journalistin Hella Pick, die selbst als Kind aus Österreich emigrieren mußte, erzählt mit großem Einfühlungsvermögen die Lebensgeschichte des Mannes, der, geboren im Galizien der Habsburger Monarchie, als einziger seiner Familie den Holocaust überlebte und als Nazi-Jäger zur moralischen Institution wurde.
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Sisi-Kult und Kreisky-Mythos
von Horst F. Mayer

Je mehr zeitgeistige Schlagworte wie Globalisierung den Österreichern angst machen, desto stärker wird die Sehnsucht nach der Vergangenheit. Egal ob Sisi-Kult, Franz-Josef-Notalgie, Kreisky-Idealisierung, man blickt zurück und sieht Kritisches plötzlich in einem verklärten Licht. Wie war es doch damals? Erinnerst du dich noch? Je länger ein Ereignis zurückliegt, um so ungenauer die Erinnerung an Details. Man schmückt aus, überspritzt die Pointe und übertreibt auch die eigene Rolle. Das geschieht natürlich alles nur für den Leser und dessen Unterhaltung. Doch die Anekdote hat immer einen wahren Kern. Meist charakterisiert sie die Gesellschaft besser als mach umfangreicher historischer Wälzer. Vor allem aber hebt sie den Menschen über den kleinlichen Tageshorizont. Vorausgesetzt, er besaß Humor, Schlagfertigkeit und Bildung.
Aus dem Inhalt:
Von Kaisern und Königen - über Franz Josef und Kreisky
"Hofburg bleibt Hofburg" - von Schönbrunn bis Erdberg
Die hohen Frauen - von Sisi bis Mausi
Die Kronprinzen - von Rudolf bis Hannes
Federbusch oder Barett - Militär bleibt Militär
Logengeflüster - vom Kaiser- bis zum Opernball
Aus Burg und Oper - von Mahler bis Peymann

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Späte Gegend : Protokoll eines Lebens
von Lida Winiewicz

Das Leben einer Bäuerin, die irgendwann zwischen der Jahrhundertwende und dem ersten Weltkrieg geboren wurde, ein Abbild dieser Zeit, dieses Berufstandes und dieser sozialen Schicht und gleichzeitig die authentische Wiedergabe eines Lebenschicksals. Die Autorin hat nachträglich ene Bühnenfassug geschrieben, die den dokumentarischen Charakter besonders betont.
  Wie wir das alles geschafft haben. : Alleinstehende Frauen berichten
von Sibylle Meyer

Im Mittelpunkt dieses Buches stehen Frauen, die ihre Männer, Väter, Brüder oder Söhne im Krieg verloren haben und die allein mit ihren Kindern die Nachkriegszeit bewältigen. Was Krieg, Kriegsauswirkungen, Normalisierung und Wiederaufbau für diese Frauen bedeuten und wie ihre Erfahrungen das weitere Leben bis in die sechziger Jahre beeinflußt haben, zeigen die Verfasserinnen dieses Buches anhand von Berichten, Interviews mit Berlinerinnen und zahlreichen zum Teil unveröffentlichten dokumentarischen Fotos.

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zuletzt aktualisiert: 15.5.2018  |  URL dieser Frameseite: http://www.goldwoerth.bvoe.at