ich leih dir was - Logo der ÖB Goldwörth

Themenschwerpunkt



Ungarische Autoren und ihre Werke

In den nächste Wochen möchten wir Ihnen ungarische Autoren und ihre Werke vorstellen. In der Bibliothek werden diese Werke gesondert präsentiert. Viele bekannte Namen befinden sich darunter.
Hier eine kleine Auswahl:

 

 

György Dalos

Buchempfehlung:
  • Ungarn in der Nußschale
György Dalos wurde am 23. September 1943 in Budapest geboren. Er wuchs bei seiner Großmutter auf, da sein Vater 1945 an den Folgen des Arbeitslagers starb, in das man ihn wegen der jüdischen Herkunft gebracht hatte. Dalos studierte Geschichte in Moskau und arbeitete anschließend als Museologe in Budapest. 1964 erschien sein erster Gedichtband. Wegen "maoistischer Umtriebe" wurde Dalos 1968 zu einer siebenmonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Nach Verhängung eines Berufs- und Publikationsverbots war er als Übersetzer tätig. 1977 gehörte er zu den Mitbegründern der demokratischen Oppositionsbewegung in Ungarn. Er lebt als Schriftsteller und Historiker in Berlin und ist Mitherausgeber der deutschen Wochenzeitung Freitag.  

Péter Esterházy

Buchempfehlung:
  • Keine Kunst
Péter Esterházy wurde am 14. April 1950 in Budapest geboren.
Nach dem Studium der Mathematik, arbeitete als EDV-Spezialist und begann dann Erzählungen und Romane zu publizieren. Der ungarischer Schriftsteller und Essayist entstammt einer adligen Familie. In seinem Roman "Harmonia Caelestis" erzählt er die Geschichte seiner Familie.
Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

Georg Kövary

Buchempfehlungen:
  • Ein Ungar kommt selten allein
  • Melinda und Dragoman
  • Der dritte Blick
Georg Kövary wurde am 21. Februar 1922 in Budapest geboren. Nach Schulbesuch in Berlin und Gymnasium in Budapest, war er als Journalist, Übersetzer, Kabarettist und Filmdramaturg tätig. 1956, nach dem Ungarischen Volksaufstand floh er nach Wien, wo er als Journalist Film- und Theaterkritiken schrieb. Im Rahmen der Ungarnhilfe engagierte er sich für seine Landsleute. Kövary nahm 1958 die österreichische Staatsbürgerschaft an. Neben seinen Buchveröffentlichungen arbeitete er für Rundfunk und Fernsehen. Er starb am 7. März 2009 in Wien.  

László Krasznahorkai

Buchempfehlung:
  • Im Norden ein Berg, im Süden ein See, im Westen Wege, im Osten ein Fluß
László Krasznahorkai wurde am 5. Januar 1954 in Gyula in Ungarn geboren. Er studierte zunächst Jura, dann Sprachen und Literatur. Für längere Zeit lebte er in Berlin und Kyoto. Seine Romane wurden in viele Sprachen übersetzt und mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Krasznahorkai lebt als freier Schriftsteller in der Nähe von Budapest. Sein Roman "Im Norden ein Berg, im Süden ein See, im Westen Wege, im Osten ein Fluss" spielt in einem japanischen Kloster. Mehrere seiner Texte wurden verfilmt, wobei Krasznahorkai selbst die Drehbücher schrieb.

Sándor Márai

Buchempfehlungen:
  • Das Wunder des San Gennaro
  • Das Vermächtnis der Eszter
  • Die Fremde
  • Die Glut
  • Die jungen Rebellen
  • Ein Hund mit Charakter
Sándor Márai wurde am 11. April 1900 in Kaschau in Österreich-Ungarn geboren. Er war einer der bedeutendsten ungarischen Lyriker, Schriftsteller und Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Márai hatte unter anderem deutsche Wurzeln und schrieb zunächst auch auf Deutsch, ab 1928 publizierte er nur noch in ungarischer Sprache. Márai führte nach seiner Emigration (1948 aus politischen Gründen) aus Ungarn ein Wanderleben, das in Einsamkeit, Depressionen und Freitod am 22. Februar 1989 in San Diego (USA)endete.  

Péter Nádas

Buchempfehlungen:
  • Buch der Erinnerung
  • Der eigene Tod
Péter Nádas wurde am 14. Oktober 1942 in Budapest geboren. Nach dem Studium der Chemie arbeitete lange Zeit als Fotograf und Fotoreporter. Seit 1965 lebt er als freier Schriftsteller in Budapest. Seine Bücher beschäftigen sich hauptsächlich mit der Situation im kommunistischen Ungarn. In seinem Buch "Der eigene Tod" schildert er seine Nahtod-Erfahrung nach einem Herzinfarkt im Jahr 1993.

Antal Szerb

Buchempfehlungen:
  • Das Halsband der Königin
  • Reise im Mondlicht
Antal Szerb wurde am 1. Mai 1901 in Budapest geboren. Der Sohn zum Katholizismus konvertierter Juden studierte erst in Graz Philologie und dann Hungarologie, Germanistik und Anglistik in Budapest. Er lebte in Italien, Frankreich und England. 1934 erste Veröffentlichungen. Antal Szerb ist in Ungarn einer der meistgelesenen Autoren des 20. Jahrhunderts. Er schrieb auch unter dem Pseudonym A. H. Redcliff. Antal Szerb starb am 27. Januar 1945 im Lager Balf in West-Ungarn, wo er von den Aufsehern erschlagen wurde.  

Miklós Vámos

Buchempfehlung:
  • Buch der Väter
Miklós Vámos wurde am 29. Januar 1950 in Budapest geboren. Nach der Matura arbeitete er als Setzer und war Mitglied einer Rockband. Es folgte ein Jurastudium, Tätigkeiten als Dramaturg in einem Filmstudio und Redakteur einer literarischen Zeitschrift. Er hat Theaterstücke sowie Drehbücher für eine Reihe von Filmen verfasst. In Ungarn ist Vámos heute ein Medienstar mit einer eigenen Talkshow. International bekannt wurde er durch seinen Roman das "Buch der Väter", einer ungarischen Familiensaga.
Quelle: Wikipedia

 

Die Themenschwerpunkte der vergangenen Monate finden Sie unter Archiv.

Zurück zur vorherigen Seite


Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Email  |  Archiv  |  Nach oben
zuletzt aktualisiert: 15.5.2018  |  URL dieser Frameseite: http://www.goldwoerth.bvoe.at